Berater Golf


Golfschläger

Schafttypen:
Stahl-Schäfte sind i.d.R. schwerer und steifer als Graphit-Schäfte. Bei ihnen ist ein höherer Kraftaufwand als bei Graphit-Schäften erforderlich, um den Schläger beim Ausholen zu beschleunigen. Im Gegensatz zu Graphit- Schäften verbiegen sich Stahl-Schäfte kaum. Ein Peitscheneffekt, der zusätzlichen Schwung erzeugt und damit die Schlaggeschwindigkeit erhöht, entsteht bei Stahl-Schäften nicht. Doch da sich der Schläger kaum verbiegt, also über einen geringen oder gar keinen Flex verfügt, ermöglicht ein Stahl-Schaft ein gezieltes Auftreffen des Schlägerkopfes auf den Ball. Stahl-Schäfte sind daher nicht nur Profis vorbehalten, sondern auch jüngeren und gut trainierten Golfern zu empfehlen. Ältere Golfeinsteiger sollten jedoch zu Graphit-Schäften greifen, da Stahl-Schäfte jede Vibration direkt übertragen und somit für Muskeln, Bänder und Gelenke belastender sind.

Graphit-Schäfte sind leichter als Stahl-Schäfte und können daher bei gleichem Krafteinsatz schneller beschleunigt werden. Sie werden Anfängern aber vor allem deshalb empfohlen, weil die weicheren Schäfte beim Schlag einen Peitscheneffekt erzeugen und für längere Schläge sorgen. Außerdem wirken die flexibleren Schäfte dämpfend. Das heißt, beim Schlag entstehende Vibrationen werden abgefedert, so dass sie Muskeln und Bänder weniger belasten. Allerdings nimmt mit dem Grad der Biegsamkeit auch die Treffgenauigkeit ab. Denn umso mehr sich der Schläger-Schaft beim Schlag verbiegt, umso weniger lässt sich der Aufprall des Schlägerkopfes auf den Ball kontrollieren.

Bei Graphit-Schäften gibt es unterschiedliche Flex-Grade (wie elastisch der Schaft ist). Diese können sich von Anbieter zu Anbieter leicht unterscheiden. Normaler Weise  wird jedoch zwischen fünf Flex-Stärken unterschieden. Den für sie optimalen Flex können Golfspieler ermitteln, indem sie ihre durchschnittliche Schlagweite mit einem Eisen 7 zu Grunde legen.

  • Ladies-Flex: 50-70 Meter (für Damen)
  • Senior-Flex: 70-90 Meter (Langsam schwingende Herren und große Damen)
  • Regular-Flex: 90-130 Meter (Durchschnittlich spielende Herren)
  • Stiff-Flex: 130-150 Meter (Sportlich ambitionierte Herren )
  • XtraStiff-Flex: über 150 Meter (Für sehr große und schnell schwingende Herren)

Golfbälle

Während der durchschnittliche Golfer aufgrund mangelnder technischer Perfektion nur sehr schwerlich qualitative Unterschiede bei den Golfbällen feststellen wird, steigt mit zunehmender Spielstärke der Einfluss des Golfballes auf das Ergebnis.  Grundsätzlich lassen sich Golfbälle nach Art ihres Aufbaus unterscheiden. Je mehr schichten ein Golfball hat, desto weicher (und meistens hochpreisiger) ist der Ball.

Bälle mit weichen Aufbau  vermitteln mehr Gefühl und nehmen Spin besser an, was im kurzen Spiel Vorteile hat. Der Nachteil ist, dass weiche Bälle auch im langen Spiel mehr Spin annehmen und damit auf Schwungfehler (Hook oder Slice) auch stärker reagieren.Harte Bälle nehmen weniger Spin an und fliegen weiter, vermitteln aber beim kurzen Spiel nicht so ein gutes Gefühl.

Hohe Handicapper sind daher also bestens mit preiswerten oder mittelpreisigen Bällen beraten, da die etwas weitere Länge und die geringere Spin-Anfälligkeit im langen Spiel ein großer Vorteil ist. Mittlere und niedrigere Handicapper können eher die Vorzüge eines weicheren Balles genießen. Welcher Ball aber angenehmer zu spielen ist und dem eigenen Spiel am besten entspricht, kann man nur selbst ausprobieren